Batteriespeicher 2022: Starkes Wachstum in der PRL erwartet

Batterien verfügten in 2021 über 480 MW an präqualifizierter Leistung. Für 2022 wird ein starkes Wachstum erwartet.

Jedes Jahr veröffentlichen die deutschen Netzbetreiber die präqualifizierte Leistung aller Technologien in der Regelleistung. Laut diesen Daten waren am 01. Januar 2022 480 MW im PRL Markt präqualifiziert. Damit erscheint der Zubau von Speichern in der PRL rückläufig. Die Daten des Marktstammdatenregisters lassen jedoch darauf schließen, dass das Wachstum im Jahr 2022 deutlich anziehen wird.

Auswertung des Marktstammdatenregisters

Dem Marktstammdatenregister (MaStR) nach waren zum 31.12.2021 etwa 620 MW an Speicherleistung in Deutschland installiert und in Betrieb genommen. Hiervon waren laut den Daten der Netzbetreibern 480 MW (77%) für die PRL präqualifiziert. Laut Marktstammdatenregister sind für 2022 bereits Batterien mit einer Leistung von 63 MW in Betrieb genommenen worden und zudem 216 MW in Planung. Würden alle Projekte realisiert, ergäbe dies einen Zubau von 279 MW. Alleine der größte Speicher in der Liste (RWE baut einen der größten und innovativsten Batteriespeicher Deutschlands) mit einer Leistung von 117 MW lässt eine hohe Realisierungsrate als wahrscheinlich erscheinen. Geht man von einem konstanten Verhältnis der präqualifizierten Leistung der Speicher an der insgesamt installierten Leistung aus, würde die präqualifizierte Leistung in der PRL auf fast 700 MW anwachsen.

In der Praxis gehe ich davon aus, dass das Verhältnis zwischen präqualifizierter und installierter Leistung leicht sinken wird. Dies liegt daran, dass einige der neuen Speicher über Innovationsausschreibungen finanziert werden und deswegen nicht in der PRL teilnehmen dürfen.

Fazit

Ein deutliches Anwachsen der präqualifizierten Leistung in der PRL ist auf Basis der Daten des Marktstammdatenregisters im Jahr 2022 wahrscheinlich. Dies ist aufgrund der deutlich gestiegenen Preise in der PRL im Jahr 2021 auch nicht überraschend. Spannend bleibt, ob der große Zuwachs an neuen Anbietern bereits einen dämpfenden Effekt auf die PRL Preise gegen Ende des Jahres haben wird.

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